Regionale Schule mit Grundschule Hiddensee
 

Ein kurzer Blick in die Schulgeschichte


Ein Blick in die Schulgeschichte der Insel verrät uns, dass es vor 1887 „nur“ Schulzimmer in den Ortsteilen Neuendorf und Kloster gab. Deshalb wurde 1887 ein Schulneubau in Angriff genommen, ein schöner 2geschossiger Klinkerbau mit einer Lehrerwohnung und einem Klassenraum für 32 Kinder. Doch schon bald wurde die Schule zu klein. Bereits 1904 wurde eine 2. Lehrerstelle genehmigt und an- und umgebaut. Bereits um 1900 waren es schon 120 zu unterrichtende Kinder. Trotzdem reichten die Räumlichkeiten kaum aus, zusätzlich gab es weiterhin Unterricht in Kloster und Neuendorf und Schichtunterricht.

Um 1966  wurde ein zweites Schulgebäude mit 4 Klassenräumen auf dem Vitter Schulgelände errichtet, um alle Schüler zentral im Hauptort Vitte zu unterrichten. Nur die Neuendorfer Kinder blieben während der Grundschulzeit noch in Neuendorf unter sich. Die letzte Einschulung im südlichsten Ortsteil der Insel gab es 1974. 1988 standen neue Baumaßnahmen an. Das zweite Schulgebäude musste einem größeren Neubau mit 8 Klassen- bzw. Fachräumen weichen. Eine Schülerzahl um die 220 Schüler im Jahre 1990 machte dies dringend erforderlich.

Durch den Wendeknick sind auch bei uns die Schülerzahlen mächtig eingebrochen (2010 nur 42 Schüler), doch ihre Zahl nimmt wieder stetig zu (2019 – 69 Schüler). Wir sind froh über die, durch den jahrgangsübergreifenden Unterricht frei gewordenen Räume. Inklusion, Stillarbeitsphasen, der neue Umgang mit Medien, kooperative Lernformen  … erfordern nicht nur einen neuen Blick aufs Unterrichten sondern auch räumliche Kapazitäten.

Die Grundschule 

 

"Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht."

M. Montessori


 Es ist uns eine Herzenssache, für die uns anvertrauten Kinder, die Schule als eine freundliche und anregende Lebens - und Lernstätte zu gestalten. Unser Unterricht ist geprägt durch Heimatverbundenheit und einen stets offenen und aufmerksamen Blick für unsere Umwelt. Jeder Schüler verfügt über ganz individuelle Lernvoraussetzungen und Lernmöglichkeiten. Um jedes Kind an seine gesteckten Rahmenziele führen zu können, wenden wir verschiedene Unterrichtsformen an, gestehen ihm variable Lernzeiten zu und differenzieren Aufgabenstellungen.

Unser Ziel ist dabei die Vermittlung grundlegender Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse für das weiterführende Lernen. Es ist uns wichtig, unsere Schüler immer wieder zu ermutigen, Neues auszuprobieren, Geduld zu haben und Schwierigkeiten zu überwinden. Sie sollen lernen, sich gegenseitig zu respektieren, zu helfen und Rücksicht zu nehmen. Der Einsatz sozialer Lernformen leistet hierbei einen wesentlichen Beitrag.

Gestärkte Persönlichkeiten, ausgestattet mit einem soliden Grundwissen starten dann ab Klasse 5 in die Sekundarstufe.

Der Regionalschulteil

Der Regionalschulteil umfasst die Klassenstufen 5 bis 10. Da alles „unter einem Dach“ ist, können wir nahtlos an die Grundschule anknüpfen. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen auch in der Orientierungsstufe und der Sek I in jahrgangsübergreifenden Teams. Im Unterricht wird den Lernenden differenziertes Material zur Verfügung gestellt. Die Lehrenden bereiten ein kooperatives Lernumfeld vor und unterstützen insbesondere Situationen, in denen Schüler Schülern helfen können. Dass Lernen ein Prozess ist, der unseren gesamten Körper fordert, erfahren die Schüler und Schülerinnen, indem wir regelmäßig Bewegungs- und Koordinationsübungen zur Entwicklung kognitiver Fähigkeiten in den Schulalltag einbauen.

In den Klassenstufen 5 und 6 werden für alle Hauptfächer mehrmals wöchentlich Förderstunden angeboten. Ab Klassenstufe 7 können sich die Lernenden ihren Leistungen und Begabungen entsprechend in einer individuellen Förderstunde fördern und/ oder fordern lassen. Die Schüler und Schülerinnen sind angeregt selbstständig ihre Schwerpunkte für diese Stunde zu setzen. Ein in allen Räumen verfügbarer Methodenhefter unterstützt das selbstständige Arbeiten und vereinheitlicht die Anforderungen für alle Fachbereiche.

In unseren schulinternen Lehrplänen weisen wir auch für die Schüler und Schülerinnen sowie die Eltern fächerübergreifende Themen sichtbar aus. Im Laufe des Schuljahrs werden Themen an Projekttagen ganzheitlich erfahren. So sind der Heideeinsatz, sowie der naturwissenschaftliche Projekttag und der Europatag zu einer festen Größe geworden. Weitere fächerverbindende Momente werden zu Beginn eines Schuljahrs gemeinsam geplant.